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Ausflug in die Inselmitte von Chios

KARYES-NEA MONI-ANAVATOS-AVGONIMA.

Wir starten im Stadtzentrum von Chios und reisen dann in Richtung Westen, um das byzantinische und mittelalterliche Kulturerbe der Insel zu besichtigen. Nach ca. 6 km erreichen wir das Dorf Karya, das in Chios für sein Quellwasser, sein Klima und die atemberaubenden Aussichten auf die Stadt, die Region Kampos und die kleinasiatischen Küsten bekannt ist. Unser erster Halt ist im Kloster Nea Moni, das zu den wichtigsten byzantinischen Sakralbauten der Insel gehört und in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen wurde. Es stammt aus dem 11. Jahrhundert und nimmt aufgrund seiner Kunst und seiner unmittelbaren Beziehung zu Konstantinopel und dem Kaiserhof einen Ehrenplatz ein. Laut der klösterlichen Tradition wurde das Kloster unter der Aufsicht von Kaiser Konstantin Monomachos errichtet, nachdem auf dem Gelände die rätselhafte Ikone der Heiligen Jungfrau von den drei Mönchen Nikitas, Ioannis und Iosif gefunden wurde. Für viele Jahrhunderte war das Kloster ein religiöses und wirtschaftliches Zentrum der Insel und wurde auch von den Genuesen und Türken respektiert. Im 19. Jahrhundert begann der stetige Verfall des Klosters. Zuerst traten finanzielle Probleme auf, dann folgte die Zerstörung im Jahr 1822. Die Mosaike des Klosters Nea Moni gehören zu den wichtigsten Kunstschöpfungen aus der byzantinischen Zeit, dank der ausgezeichneten Qualität und angesichts der Tatsache, dass die Werke in den größten Werkstätten Konstantinopels entstanden sind. Als nächstes legen wir einen Halt im Dorf von Anavatos ein, das 16 km vom Stadtzentrum Chios entfernt liegt und als „Mystras der Ägäis“ gilt. Das Dorf befindet sich auf einem felsigen Hügel mit Steilhängen, die senkrecht nach Süden und Westen abfallen; Zugang zum Dorf hat man nur von der Nordseite. Der naturgegebene Schutz und die Lage lassen vermuten, dass das Dorf ursprünglich für Verteidigungszwecke errichtet wurde, um in der Zeit der Piraterie die Westküste zu überwachen. Heute zählt das Dorf nicht mehr als 10 Einwohner. Die Häuser (schmale Fassaden mit grauen Sandböden und hölzernen horizontalen Dächern) sind weitgehend erhalten geblieben und erwecken den Eindruck einer Geisterstadt. Nun lassen wir Anavatos hinter uns und reisen weiter zum mittelalterlichen Dorf Avgonyma, das aus niedrigen Steinhäusern und einer Kirche auf dem Dorfplatz besteht. Das Mittagessen nehmen wir in einem traditionellen Restaurant ein, um danach die Rückreise nach Chios anzutreten.